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Das traurige Karriere-Aus eines Dressurstars!


Von Caballo Horsemarket - 18.08.2015

Totilas - seine sportliche Karriere ist beendet!

Der Wunderhengst, das Starpferd, der Perfektionist, die Bestmarke im internationalen Dressursport - der 15-jährige Rapphengst hat viele solcher Namen. Fragt man sich eigentlich warum? So antworten viele: „…unter Edward Gal war er nie zu schlagen“, „er hat Rekorde gebrochen“, „sorgte für einen Zuschauerzuwachs in der Dressurreiterszene“, etc. Doch war es dies wert? Wir blicken zurück:

Der KWPN-Hengst Totilas ist ein international erfolgreiches Dressurpferd, welches seinen Karrieredurchbruch zusammen mit dem niederländischen Reiter Edward Gal hatte. Dieser bekam 2006 die Möglichkeit den lackschwarzen Hengst zu reiten. Den ersten großen Erfolg konnten beide bei den niederländischen Meisterschaften 2009 feiern und Weitere sollten folgen. So kam es, dass Edward Gal und Totilas die bis ins Jahr 2008 am meisten dominierenden Reiterinnen Anke van Grunzen und Isabel Werth im Wettkampf geschlagen haben - somit begann der Ruf um das „Wunderpferd“ und ein Mythos war in den Medien geboren.

Doch der Rappe stand immer wieder bei den Kritikern ganz oben, „er würde mit der Vorhand nur strampeln und die Hinterhandaktivität sei gleich Null“, „der starke Trab entspreche nicht dem FEI-Handbuch“. Doch trotz dieser zahlreichen Kritik und den immer wiederkehrenden negativen Schlagzeilen in den Medien konnten Gal und Totilas im Dezember 2009 ihren eignen Weltrekord in der Grand Prix Kür in der Londoner Olympia Hall mit 92,300% schlagen.
Im Oktober 2010 wurde bekannt gegeben, dass der Verkauf über geschätzte 10 Millionen Euro an Paul Schockemöhle perfekt sei - Schockemöhle holte den Wunderhengst nach Deutschland.

Totilas sollte von Matthias Alexander Rath (MAR), dem Stiefsohn von Ann Kathrin Linsenhoff, welche eine Eigentümerschaft an Totilas besitzt, geritten werden. An MAR und Totilas waren die Erwartungen größer denje, Gold sollte es regnen - egal ob bei den deutschen Meisterschaften, beim CHIO, in den Grand Prix oder bei der jetzt ausgetragenen EM in Aachen. So richtig haben die beiden nie zueinander gefunden, immer wieder war Totilas verletzt oder MAR konnte den Rappen nicht wirklich gut vorstellen - es harmonierte einfach nicht. Doch eines wurde nach dem vorzeitigen EM-Aus in Aachen nun deutlich: Totilas hat keine Kraft mehr um diesen Druck auszuhalten.
Wieder verletzungsbedingt hat er in Aachen die Weltbühne des Sportes verlassen und wird in den Dressurstadien dieser Welt auch nicht mehr zurück kehren.

Aus unserer Sicht konnten Matthias Alexander Rath und Totilas nur verlieren - egal in welcher Hinsicht. Wir hoffen wirklich sehr, dass nun zum Wohle des Pferdes entschieden wird und wünsche Totilas seinen wohlverdienten Ruhestand.


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